Liebe Leserin, Lieber Leser,

der Mensch ist ein soziales Wesen. Zwischenmenschliche Beziehungen sind von zentraler Bedeutung für Problemlösung und Gefühlsregulierung, für biologische Prozesse und Verhalten. Deshalb hängen Wohlbefinden, Gesundheit und Arbeitsverhalten der Mitarbeiter maßgeblich ab von der Qualität, Stabilität und vom Umfang ihrer sozialen Beziehungen. 

Wird die Zusammenarbeit im Unternehmen als vertrauensvoll und unterstützend erlebt, hat dies einen stark positiven Einfluss auf Denken, Fühlen und Handeln. Insgesamt werden hierdurch das Arbeitsverhalten und das berufliche Engagement verbessert. 

Auch die Führung eines Unternehmens wirkt sich positiv oder negativ auf die Gesundheit der Mitarbeiter aus: durch Einflussnahme auf Ziele, Strukturen und Prozesse einer Organisation und durch das tagtägliche Entscheidungs- und Kommunikationsverhalten des Führungspersonals. Und vor allem durch ihr Vorbild.

Natürlich ist jeder Beschäftigte für seine Gesundheit selbst verantwortlich. Doch Menschen können ihre eigenen Gesundheitspotenziale oft nur dann entwickeln, wenn sie dazu entsprechend motiviert und befähigt werden. Gesundheitsbewusstsein muss gepflegt und Gesundheit zum Kernbestandteil von Leitbild und Kultur eines Unternehmens werden. Und wer kann dies besser vorleben als Führungskräfte?

Das ist vielen Führungskräften durchaus bewusst. Und viele bemühen sich auch (hier absolut positiv und nicht im Sinne einer bemäntelnden Zeugnisformulierung gemeint) – aber sie werden im Stich gelassen. Das individuelle Vorbild kann nur wirken, wenn es eingebunden ist in gemeinsame Überzeugungen, Werte und Regeln. Sie sind wichtige Quellen des betrieblichen Sozialkapitals. Sie stiften Sinn, reduzieren den Aufwand an Koordination, motivieren zu gemeinsamem Handeln, verpflichten auf gemeinsame Ziele und verbindliche Verhaltensstandards.

Gesunde Führung und werteorientierte Führung sind darum zwei Seiten einer Medaille, meint Ihr Joachim Gutmann, Chefredakteur.

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