Einmal tief durchatmen

Wer den ganzen Tag vor dem Sie Rechner oder am Schreibtisch sitzt, vergisst leicht, zwischendurch einfach mal lockerzulassen. Ein paar tiefe Atemzüge gepaart mit leichter Bewegung wirken Wunder, bringen neue Energie und können sogar den Espresso nach der Mittagspause ersetzen. Im Yoga bzw. Sanskrit heißt der Atem Prana – Lebensenergie. Die Atemübungen nennt man Pranayama, das heißt: die Lebensenergie erweitern. Zu diesen 3 Übungen für zwischendurch ein paar tiefe Atemzüge nehmen – am Besten an der frischen Luft.

Übung 1: Lockerlassen

Strecken Sie beide Arme nach oben aus, die Ellbogen sind leicht gebeugt und die Schultern bleiben während der ganzen Übung entspannt. Drehen Sie dann die Handinnenflächen nach oben auf und heben das Brustbein leicht nach oben an. Der Blick darf auch leicht nach oben gehen. Die Spitzen der Schulterblätter fließen nach unten, sodass die Schultern ganz entspannt bleiben. Dann nehmen Sie sieben tiefe und lange Atemzüge, versuchen Sie dabei in die Weite des Brustkorbs zu atmen. Danach lassen Sie sich locker nach unten aushängen.

Übung 2: Atemfülle spüren

Natürlich können Sie die gleiche Übung auch im Büro machen und kurz das Fenster öffnen. Achten Sie auf entspannte Schultern und eine aufrechte Sitzhaltung. Beugen Sie sich mit den Armen nach oben zu beiden Seiten und atmen Sie seitlich in die Flanken. So wird die Atemhilfsmuskulatur zwischen den Rippenbögen gedehnt. Die Atmung fühlt sich danach viel freier und fließender an. Zur Steigerung halten Sie nach der Ausatmung und nach der Einatmung den Atem kurz an und verweilen einen Augenblick in der Atemleere bzw. Atemfülle. 

Übung 3: Für zwischendurch

Mudras sind symbolische Handbewegungen aus dem indischen Tanz und dem Yoga. Das Hakini Mudra steigert die Aufnahmefähigkeit kurz vor langen Besprechungen, verhilft zu tiefer Atmung, allgemeiner Lockerung und Entspannung. Es aktiviert die rechte Gehirnhälfte, in der die Gedächtnisbereiche liegen. Die vertiefte Atmung führt zu einer besseren Aufnahme von Sauerstoff – das erhöht die Konzentrationsfähigkeit. Legen Sie dazu die gegenüberliegenden Fingerspitzen beider Hände auf Brusthöhe aneinander. Die Finger sind gestreckt und zeigen mit der Spitze nach oben, die Handflächen liegen nicht aufeinander. Atmen Sie tief durch die Nase ein und lange durch den Mund wieder aus. Schon nach wenigen Atemzügen wird das Zwerchfell aktiviert und die Atmung vertieft sich. Claudia Rauer