Resilienz stärken

Frust, Ärger, kleinere oder größere Schicksalsschläge erleben die meisten Menschen irgendwann in ihrem Leben. Die Frage ist nur, wie sehr sie sie belasten. Denn jeder Mensch verfügt über eine unterschiedlich stark ausgeprägte seelische Widerstandsfähigkeit, die sogenannte Resilienz. Die gute Nachricht: Sie selbst können daran arbeiten, Ihre Resilienz zu verbessern.

Übung 1: 3 Wins of the Day

Erkennen Sie das Schöne im Leben: Nehmen Sie sich täglich etwas Zeit, die positiven Ereignisse in Erinnerung würdigen. Das müssen gar keine weltbewegenden Dinge sein: Ein leckeres Mittagessen, ein anregendes Gespräch, ein Zehn-Cent-Stück, dass Sie auf der Straße gefunden und an der Supermarktkasse gespendet haben – eben alles, was Ihnen ein gutes Gefühl beschert. Schreiben Sie täglich drei dieser Dinge in ein Notizbuch. Das sind Ihre „3 Wins of the Day“.

Übung 2: Glaubenssätze formulieren

Geht nicht, schaff ich nicht, kann ich nicht – bei vielen Menschen laufen Sätze wie diese ganz unterbewusst täglich ab. Diese negativen Glaubenssätze rauben viel Energie. Weitere Beispiele: „Typisch, dass das mir passiert“ oder „Der Chef befördert sowieso jemand anderen“. Machen Sie Schluss damit. Formulieren Sie Ihre negativen Glaubenssätze einfach positiv um: „Ich kann das“, „Ich schaffe das“, „Wenn ich mich anstrenge, habe ich sehr gute Chancen auf eine Beförderung“.

Übung 3: Krisen bewältigen

Im Akutfall, wenn eine Krise oder ein negatives Ereignis Sie zermürbt, hilft es, sich darauf zu stützen, was Sie bisher geschafft haben. Erinnern Sie sich an ähnliche Situationen, die Sie in der Vergangenheit bewältigt haben. Halten Sie sich vor, welche Ressourcen Sie damals aufbringen konnten und welche Stärke Sie aus dieser Situation ziehen konnten. Das schenkt Ihnen die Zuversicht, auch dieses Problem meistern zu können.