Frei machen - Körper, Geist und E-Mail-Postfach

Wie eine Lebens-Detox-Kur unser Leben auch am Arbeitsplatz gesünder macht

Viele Gründe sprechen dafür, mit dem Frühjahrsputz nicht auf den März zu warten: Wer Körper und Geist von Ballast befreit, lebt leichter, glücklicher und gesünder. Hilfsmittel, braucht man dazu keine, nur die eigene Entschlusskraft. Und es gibt keinen besseren Zeitpunkt für einen befreiten Lebenswandel als das Hier und Jetzt. 

Das alte Jahr ist fast Geschichte, im neuen wird alles besser: Viele Menschen nutzen den Jahreswechsel für einen Neustart. Und auch als Gelegenheit, körperlichen und seelischen Ballast abzuwerfen. Fasten- und Detox-Kuren liegen voll im Trend. Die Idee hinter Detoxing: Durch ein bestimmtes Ernährungsverhalten Schadstoffe aus dem Körper zu schwemmen.

Es stimmt, dass wir täglich über die Nahrung und die Umwelt zahlreiche Schadstoffe aufnehmen – und zwar so viel wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Daten, die für die USA dokumentiert wurden, beziffern etwa 1.500 Bestandteile von Pestiziden, 4.000 Arzneistoffe, 2.000 pharmazeutische Hilfsstoffe, 5.500 Zusatzstoffe in der Lebensmittelproduktion sowie rund 50.000 Chemikalien, mit denen der Durchschnittsbürger in Berührung kommt. Der Körper muss diese Fremdstoffe abbauen. Dabei entstehen Giftstoffe, sogenannte Toxine. Diese Substanzen lähmen die Stoffwechselprozesse im Körper, machen uns müde und manchmal sogar krank. Rauchen, Alkoholkonsum und Stress belasten den Stoffwechsel zusätzlich.

Neue Energie und mehr Gesundheit versprechen Entgiftungs- oder Detox-Kuren, bei denen durch den Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel, Zucker, Weißmehl, Gluten oder Hefe der Abbau schädlicher Substanzen angekurbelt werden soll. Spezielle Tees, Massagen, Smoothies, Suppen oder Nahrungsergänzungsmittel, sollen die Entgiftung zusätzlich unterstützen. Notwendig ist das jedoch nicht. Denn der Körper ist geübt darin, sich selbst zu entgiften. Schädliche Substanzen wie Harnstoff, Alkohol oder Medikamente scheidet er über Leber und Niere, die Haut, die Lunge oder den Verdauungstrakt selbst aus. „Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, dass solche Maßnahmen die Ausscheidung von Giftstoffen fördern“, erläutert Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

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