Klein aber gesund

BGM in Start-Ups

Wenn ein Unternehmen startet, fehlt es oft an Personal, finanziellen Ressourcen und betriebsinterner Infrastruktur. Gründer müssen in mehrere Rollen gleichzeitig hineinwachsen – auch in die einer Führungskraft. Mit diesen Tipps gelingt gesunde Führung mit wenig Aufwand.

Eben noch Fachkraft, jetzt Unternehmer – frischgebackene Gründer erleben oft eine große Umstellung. Sie tragen mehr Verantwortung: für sich, für die Finanzen des Unternehmens und für ihre Mitarbeiter. Es reicht nicht mehr aus, nur fachlich fit zu sein. Auch Geschäftssinn, Unternehmergeist und Führungsqualitäten sind gefragt. Und dass bei geringem Budget und wenig Ressourcen für Personal und Weiterbildung. Selbst nach einigen Jahren im Geschäft hadern einige noch mit ihrer Führungsrolle. „Vor allem in sehr kleinen Betrieben sind Führungskräfte in ihre Rolle mehr oder weniger reingeschubst worden“, erläutert Prof. Dr. Magdalena Bathen-Gabriel, Business-Trainerin und Beraterin für gesunde Arbeit. „Sie haben nie wirklich gelernt, zu führen.“

Das muss aber nicht unbedingt ein Problem sein. In Start-ups entsteht in vielen Fällen eine Learning-by-doing-Führungskultur: Die Führungskräfte lernen im Unternehmensalltag, was funktioniert und was nicht. Ein großer Vorteil von kleinen Unternehmen ist nämlich, dass die Chefs aufgrund der kleinen Belegschaft und flacher Hierarchien ihre Mitarbeiter besser im Blick haben – und deren Bedürfnisse. „Führungskräfte in kleinen Unternehmen haben in der Regel einen viel engeren Kontakt zu ihren Mitarbeitern“, sagt Bathen. „Betriebliches Gesundheitsmanagement sollte insbesondere in Kleinstunternehmen daher immer Chefsache sein.“